Münchner Stipendiaten erforschen ihre Heimatstadt

Ein Bericht zur Stadtrallye am 10. September von Victoria Lichtenwald

„Sommer, Sonne, Sieg“, so beschrieb der Stipendiat Haseeb das Gefühl, mit dem sich neun Münchner Stipendiaten der Roland Berger Stiftung am 10. September auf den Weg machten, im Rahmen einer Stadtrallye ihre Heimatstadt zu erforschen.

Sie waren dabei aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern bekamen Unterstützung von Mitarbeitern von Roland Berger Strategy Consultants. So bildete jeweils ein Stipendiat ein Team mit einem Erwachsenen.

Gemeinsam gingen sie höchst konzentriert an die Aufgaben heran und legten sich zunächst einen Plan zurecht.

Was sie nicht vergessen durften, mit auf den Weg zu nehmen, waren ein Apfel und ein Ei. Das klingt vielleicht im ersten Moment etwas merkwürdig. Wozu braucht man bei einer Rallye einen Apfel und ein Ei? Etwa als Wegzehrung? – Nein, ganz und gar nicht! Eine der kniffligen Aufgaben war nämlich, den Apfel und das Ei gegen etwas anderes einzutauschen. Das beste Tauschgeschäft würde die meisten Punkte bekommen.

Lin-Chi schaffte es, gegen einen Pfirsich zu tauschen:

Sie beschrieb die Rallye als „abwechslungsreich und lustig“, denn „gewinnen ist nicht wichtig, es soll Spaß machen“.

Und das tat es! Trotz der zum Teil wirklich schwierigen Aufgaben war von Aufgeben keine Rede, und verzweifelte Gesichter sah man auch nicht, höchstens angestrengte Denkerposen.

Also fragte man direkt: „Denkt ihr an Aufgeben?“ – „Überhaupt nicht!“, so das Team von Lei.

Motiviert und zielstrebig lösten die Tandems die kniffligen Rätselaufgaben. Da fragt man sich doch, woher kam die Motivation? Vielleicht vom leckeren Eis? Denn draußen war es wirklich heiß!

Oder waren es doch die tollen Preise, die es zu gewinnen gab und die alle antrieben? Es winkten Sea Life-Freikarten, ein iPod Shuffle, eine Ice-Watch und sogar ein iPad!

Ein kluges Köpfchen und viel Kreativität waren gefragt, denn die Jury bewertete nicht nur nach Schnelligkeit und Richtigkeit der Antworten, sondern auch die Collagen, die jedes Team aus den von der Stadtrally mitgebrachten Fotos anfertigen musste.

Und dann endlich war es so weit: Siegerehrung! Die Entscheidung war nicht leicht, alle Teams hatten ihr Bestes gegeben und sich auch für die Collagen noch einmal richtig ins Zeug gelegt. Die Jury war beeindruckt. Aber dann stand das Gewinnerteam fest: John und sein Teampartner Michael Raum machten den ersten Platz.

Nach einem anstrengenden, aber sehr lehrreichen Tag, der viel Spaß gemacht hatte, durften sich schließlich alle entspannt am Buffet belohnen.

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Die Kür – 2. Aufführung der „Konferenz der Tiere“

Montag, 9. Juli 2012 – Der Vorhang fällt

Bis zum Beginn der zweiten Aufführung der „Konferenz der Tiere“ sind es nur noch wenige Minuten. Die Stimmung ist gut nach der großartig gelungenen Premiere am Sonntag. Und doch merkt man, dass sich eine gewisse Wehmut breit macht. Denn wenn sich der Vorhang heute gegen 13.00 Uhr schließt, bedeutet es Abschied nehmen vom Löwen Leopold, der Giraffe Gaby, dem Eisbären Paul und all den anderen bunten Tieren und Menschen, die die FairTalent-Stipendiaten nun ein Jahr lang begleitet haben.

Die Stimmung hinter der Bühne ist entspannt wie am Sonntag. Während der Aufführung tanzen und singen die Mitarbeiter mit den Stipendiaten. Ein Kamerateam filmt das Geschehen hinter den Kulissen. Gleichzeitig werden die Requisiten auf ihre Plätze geschoben. Die eingeladenen Gäste sind Eltern, Mentoren und Mitstipendiaten aus anderen Bundesländern.

Es ist sehr erstaunlich, mit welcher Ruhe die Aufführung abläuft, sowohl auf wie auch hinter der Bühne. Die Zuschauer sind begeistert!

Nach der letzten Aufführung ist die Stimmung bedrückt, vielen Stipendiaten kommen die Tränen, weil ihnen bewusst wird, dass es die letzte Aufführung war und weil die Abiturienten nun bald aus dem Stipendium ausscheiden. Sie werden der Stiftung zwar als Alumni verbunden bleiben, manche von ihnen wollen auch Betreuer oder Mentor werden. Aber die Zeit als Schülerstipendiat der Roland Berger Stiftung ist vorbei.

Ein tränenreicher Abschied, der niemanden unberührt lässt. Das nächste FairTalent-Bühnenprojekt kommt bestimmt. Jetzt steht aber erst mal Entspannung an – die Ferien stehen vor der Tür, zumindest ein kleiner Lichtblick!

Jedenfalls wird „Die Konferenz der Tiere“ den FairTalent-Stipendiaten ewig in Erinnerung bleiben. Sie alle können sehr stolz sein auf das, was sie da geleistet haben.

Der große Tag der Premiere

Sonntag, 8. Juli 2012 – Premiere

Heute ist der lang erwartete Tag, Tag der Premiere. Die Darsteller sind schon beim Frühstück aufgeregt und haben die Nacht davor von der Premiere geträumt.

Die Semperoper ist längst ausverkauft, rund 1400 Zuschauer werden erwartet. Die Eltern, Mentoren und Freunde der Stipendiaten sind eingeladen und sind sehr gespannt auf die Premiere der „Konferenz der Tiere“. Unter den prominenten Gästen sind auch die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth, der Dresdner Sozialbürgermeister Martin Seidel, Michael Münch von der Deutschen Bank und natürlich der Stifter Roland Berger.

„Ich habe bei den Proben nicht zugesehen, aber ich habe mir die Musikstücke angehört und das Libretto durchgelesen. Ich freue mich sehr auf die Premiere und lasse mich von den Stipendiaten positiv überraschen“, so Roland Berger in einem Interview vor der Premiere.

Der Saal wird immer voller und die Zuseher nehmen ihre Plätze ein. Alles wartet mit Spannung darauf, dass sich der Vorhang zur Premiere öffnet. Überall blitzt es, schon die Räumlichkeiten der Semperoper begeistern das Publikum.

Dann geht es endlich los. Der Dirigent erhebt seinen Taktstock und gibt den Einsatz zur Ouvertüre. Und jetzt geht auch der Vorhang auf. Keine Spur von Lampenfieber bei den Darstellern auf der Bühne. Alles läuft bestens, kein einziger Hänger passiert, nach zwei Stunden können die Stipendiaten entspannt aufatmen: Es ist geschafft! Ein Jahr harter Arbeit hat sich bezahlt gemacht, das Publikum tobt. Einige der Zuseher haben sogar Tränen in den Augen, so rührend war das Stück. Alle sind begeistert.

„Die Stimmung hinter der Bühne war sehr angespannt und alle haben mitgefiebert, dass alles klappt“ sagt ein Stipendiat später auf der Premierenfeier. Umso größer ist die Erleichterung hinterher, dass die Premiere ein solcher Erfolg wurde.  Zugleich macht sich aber auch Traurigkeit breit unter den Stipendiaten, denn morgen heißt es Abschied nehmen von der „Konferenz“. Und das ist nach einem Jahr harter Arbeit gar nicht so einfach, haben sich doch alle ganz stark mit ihren Rollen identifiziert. „Der ‚Löwe Leopold’ ist inzwischen so etwas wie meine zweite Persönlichkeit geworden“, sagt Lars aus Sachsen über seine Rolle. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es sein wird, ihn nicht mehr spielen zu können.“

Alle Zuseher – darunter auch einige Journalisten – sind sich einig: Die Premiere war ein voller Erfolg!

Auch inhaltlich hätte sich kein passenderes Thema für die FairTalent-Stipendiaten finden können.  „Es geht um die Kinder“ ist die zentrale Aussage aus dem Stück – und genau darum geht es auch der Roland Berger Stiftung in ihrem Schülerstipendium.

Die Eltern und Mentoren sind sehr glücklich darüber, dass alle 150 FairTalent-Stipendiaten mitgewirkt haben – ob vor, auf oder hinter der Bühne. Und jeder einzelne von ihnen hat seine Sache großartig gemacht.

Der Tag davor – Ausflug in Dresden

Samstag, 7. Juli 2012 – Der Tag vor der Premiere

Nach der gestrigen Generalprobe können die Stipendiaten sich heute etwas erholen und entspannen, damit sie morgen eine großartige Premiere abliefern – und das werden sie! Die Stipendiaten haben die Gelegenheit, auszuschlafen und es wird nicht mehr so viel geprobt, um sie nicht zu überfordern.

Nach dem Mittagessen ist ein Ausflug geplant. Die Roland Berger Stiftung hat extra eine ganze Straßenbahn gemietet, mit der die Stipendiaten durch Dresden gefahren werden. Ziel des Ausfluges: Das Schloss Pillnitz. Auch wenn es unterwegs in Strömen gießt – die Stimmung ist gut und alle freuen sich auf den Tag X. Morgen ist es soweit: Nach einem Jahr harter Arbeit wird sich endlich der samtene Vorhang der Semperoper zur heiß ersehnten Premiere der „Konferenz der Tiere“ öffnen.

Interview mit den Beteiligten

Wie ist Eure Erwartung nach der gestrigen Generalprobe an die Premiere?

Stipendiat: „Ich hoffe, dass wir alles ohne Fehler machen, nicht stolpern und den Text nicht vergessen. Wir haben so viel geprobt und wissen, was wir können! Es kann nichts schiefgehen.“

Projektleiter: „ Nach der Generalprobe sind wir sehr begeistert, was die Stipendiaten meistern. Sogar einige wenige Fehler, die gemacht wurden sind, sind so professionell von den Stipendiaten korrigiert worden, dass man es bei der Generalprobe nicht gemerkt hat. Ich bin mir sicher, dass sie die Premiere ganz toll meistern werden.“

Morgen ist ein wichtiger Tag. Ist denn die Aufregung nach der Generalprobe gestiegen?

Stipendiat: „Ich bin gar nicht aufgeregt. Gestern habe ich die Zuschauer von der Bühne aus nicht gesehen und ich habe mich sehr gut gefühlt und immer, wenn ich von der Bühne gehen musste, wollte ich wieder raus. Es hat so viel Spaß gemacht. Ich freue mich auf die Premiere.“

Künstlerische Leitung: „ Wir sind nicht aufgeregt, wir freuen uns sehr. Bei der Generalprobe haben wir gesehen, dass die Stipendiaten es können und sich sehr freuen. Heute sind wir in den Proben den Applaus durchgegangen und man hat den Kindern und Jugendlichen angesehen, wie stolz sie auch auf sich selbst und auf einander sind. Natürlich sind manche aufgeregt und manche nicht, aber alle freuen sich.“

Nur noch einmal schlafen, dann heißt es: Vorhang auf für die FairTalent-Stipendiaten!

„Wir werden die Semperoper rocken!“

Freitag, 6. Juli 2012 – Der Tag der Generalprobe

Die FairTalent-Stipendiaten brechen früh auf, denn alles muss rechtzeitig für die Generalprobe in der Semperoper um 10:30 vorbereitet sein. Die Maske wird aufgetragen, die Chöre singen sich ein und die Feinheiten werden auf Funktionalität geprüft. Die Generalprobe der  „Konferenz der Tiere“ wird in voller Ausstattung aufgeführt. Für die Stipendiaten ist dies wie eine kleine Premiere. Die Stimmung ist gut, von Aufregung keine Spur. „Ich bin noch gar nicht aufgeregt und ich freue mich auf die Aufführung“, sagt eine Stipendiatin.

Viele sind müde und erschöpft von den anstrengenden Proben der letzten Tage, aber die Generalprobe meistern sie super. Zu der Generalprobe sind rund 800 Zuschauer eingeladen. Unter ihnen Michael Münch, Vertreter der Deutschen Bank, einige Journalisten, Schüler des Musikgymnasiums Carl Maria von Weber und acht Grundschulen. Außerdem wird das Geschehen von einigen Kamera- und Fototeams begleitet.

Nach der Generalprobe folgt die Pressekonferenz zu dem Projekt im Oberen Rundfoyer. Vor Ort sind der Stifter Prof. Dr. h. c. Roland Berger, Herr Münch, Vertreter der Semperoper, die Macher des Stücks und einige Journalisten.

Das erste Wort bekommt der Stifter Herr Prof. Dr. h.c. Roland Berger. Er stellt die Aufgaben der Stiftung vor und nennt die Fördermöglichkeiten. „ Die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung durch FairTalent. Sie wird durch dieses künstlerische Projekt stark vorangetrieben“ sagt Roland Berger. FairTalent wird von der Deutschen Bank ermöglicht. Einige Mitarbeiter der Deutschen Bank engagieren sich für Fair Talent, indem sie die Mentorenfunktion für einige Stipendiaten übernehmen oder z.B. Seminare zur finanziellen Allgemeinbildung organisieren.

Schon vor zwei Jahren kam die Idee auf, mit den FairTalent-Stipendiaten ein Stück von Erich Kästner aufzuführen. Manfred Weiß und Johannes Wulff-Woesten, die „Macher“ der tierischen Revue, mussten sich die Rechte bei den Erich Kästner Erben holen, dies gelang ihnen beim ersten Anlauf nicht. Der Wunsch nach einem Stück von Erich Kästner blieb jedoch, so wagten sie einen zweiten Anlauf, bei dem sie einen Entwurf des ersten Akts von der „Konferenz der Tiere“ lieferten und konnten sich schließlich die Rechte für eine Premiere und eine zweite Aufführung sichern. Der Text zu der tierischen Revue wurde zeitgemäß von Manfred Weiß verfasst. Johannes Wulff-Woesten komponierte die Musik dazu.

Mit Spannung erwartet man in Dresden die Premiere am Sonntag. Die Stipendiaten sind sich sicher, dass ihr Auftritt ein großer Erfolg wird:  „Wir werden die Semperoper rocken!“

Herr Prof. Dr. h.c. Roland Berger (siehe rechts) empfängt die Stipendiaten

Ferienakademie in Dresden – Die Zusammenführung

Im Zeitraum vom 27.4.- 1.5 2012 stand eine weitere Ferienakademie für die FairTalent-Stipendiaten der Roland Berger Stiftung auf dem Programm. Sie stand wieder ganz im Zeichen der „Konferenz der Tiere“. Es wurde intentensiv geprobt und zum ersten Mal wurde das Werk in seiner ganzen Länge durchgespielt.

Begonnen hat diese Ferienakademie diesmal ganz anders als erwartet. Als die Stipendiaten am Freitag anreisten, wurden sie zunächst direkt in das Sächsische Landesgymnasium für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden gefahren. Hier sollten sie zum ersten Mal auf das Orchester treffen, das sie bei der Produktion im Orchestergraben begleiten würde. Die Spannung war den Stipendiaten anzusehen, als der Dirigent das Orchester klingen ließ. Schon nach einigen Takten waren alle ganz begeistert. Dies wirkte sich positiv auf die nächsten Probentage aus, da die Motivation extrem gesteigert wurde.

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Am Samstag begannen die eigentlichen Proben. Zunächst wurden einzelne Szenen nochmal wiederholt, um sie wieder in das Gedächtnis zu rufen, zu vertiefen und natürlich auch um diese zu verbessern. Nebenbei konnte man aber auch das Angebot nutzen, seinen Gesang zu verbessern. Wer aber das schöne Wetter lieber zu anderen Zwecken nutzen wollte, der hatte ausreichend Platz auf dem Hof vor dem Probenhaus oder auf anliegenden Wiesen. Dort konnte man sich mal richtig austoben, indem man z.B. Fußball oder Basketball spielte. Durch das durchgehend hervorragende Wetter war es aber auch möglich, sich zu sonnen, oder einfach zu relaxen.

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Am Sonntag wurde nun endlich zusammengeführt, was zusammengehört. „Die Konferenz der Tiere“ war nun für die Stipendiaten keine einzelnen Szenen mehr, sondern hatte einen tiefgründigen Sinn. Dabei fiel es leichter, seine Rolle nicht mehr nur zu spielen, sondern auch in diese Rolle hineinzuschlüpfen. Natürlich konnte noch nicht alles funktionieren. Vor allem bei einigen Übergängen, welche bisher noch nicht so sehr intensiv geübt worden sind, gab es leichte Probleme. Sobald die Stipendiaten jedoch in ihrer Szene waren, lief fast alles wie geschmiert.

Nicht nur die Stipendiaten, sondern auch die Choreografen bekamen am Sonntag ein allumfassendes Bild. Der Montag wurde nun zu kleinen Korrekturen benutzt. Jedoch gab es weiterhin kleine Veränderungen am Stück. So sollten die einen noch gefährlicher werden, die anderen „militärischer“, und wieder andere bekamen noch wichtige Informationen, wann sie wo genau stehen müssen. Das Event am Montag wurde jedoch der abendliche Besuch in einem Bürgertheater Dresdens. Dort wurde der Sommernachtstraum von William Shakespeare aufgeführt. Das besondere an diesem Stück war, dass die Schauspieler ähnlich alt waren wie wir und ebenfalls keine Theaterausbildung hinter sich hatten. Dies machte den Stipendiaten viel Hoffnung. Die Begeisterung des Publikums am Ende der Vorstellung war grandios.

Mit viel Elan ging es nun an den letzten Tag, wo das Stück ein zweites Mal vollständig durchgespielt werden sollte. Der Unterschied war jedoch, dass diesmal nur der Vormittag blieb, da nach dem Mittag alle wieder abreisten. Es war also viel Konzentration erforderlich, da keine größeren Unterbrechungen mehr stattfinden konnten. Aber auch dies meisterten die Stipendiaten und so schafften sie es fast in Originalzeit, das Stück einmal durchzuspielen.

Alles in allem war es eine sehr schöne Zeit in Dresden, mit Spaß (was nicht zuletzt durch Tom Quaas, dem „Erich“ aus der „Konferenz der Tiere“ kam), guter Laune, Sonnenschein aber auch sehr erfolgreichen Probentagen. Die Stipendiaten freuen sich nach diesen Tagen bereits auf die in „Freitag in vier Wochen“ nächste stattfindende Probe.

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Praktikum bei der Herrenknecht AG

Der Geologe Steffen Praetorius im Gespräch mit Stipendiaten

Vier Tage lang ein Manager, Ingenieur, Geologe oder IT- Experte sein? Wie kann das gehen? Für uns Stipendiaten der Roland Berger Stiftung wurde dies mit einem Praktikum bei einem unserer Förderer, der Herrenknecht AG, möglich. Eine knappe Woche lang konnten wir die Berufswelt jeweils mit einem Betreuer erkunden und so den Alltag in der Herrenknecht AG näher kennen lernen.

Was kann man sich darunter vorstellen? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir – Kaltrina, Sebnem, Alime, Jothini – ein Interview mit einem Geologen der Herrenknecht AG, Herrn Steffen Praetorius, geführt.

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Reporter: Wieso haben Sie sich als Geologe gerade die Herrenknecht AG als Berufsort und Arbeitgeber ausgesucht?

Herr Praetorius: Die Herrenknecht AG bietet Geologen ein sehr interessantes  Einsatzgebiet, da die Maschinen für den Tunnelbau an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen. Von Ort zu Ort unterscheiden sich sowohl der Aufbau der Gesteinsschichten als auch die verschiedenen Gesteinstypen. Deshalb müssen die Geologen diese Umgebung genauestens untersuchen, damit man Maschinen, die an den jeweiligen Ort angepasst sind, einsetzen kann.

Reporter: Warum sind Sie überhaupt Geologe geworden?

Hr. Praetorius: Ich habe lange Zeit nicht gewusst, was ich später einmal beruflich machen möchte. Da ich mich für die Naturwissenschaften interessiere, stand fest, dass ich entweder im Bereich der Forstwissenschaft oder Geologie tätig sein möchte. Mein Geologie-Studium hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat meine Vorstellung der Berufswahl bestätigt.

Reporter: Was macht Ihnen an der Geologie Spaß?

Hr. Praetorius: Zum einen spielt das Arbeitsumfeld eine wichtige Rolle: Man sitzt nicht immer im Büro, sondern hat auch vor Ort direkt mit den Gesteinen zu tun.

Reporter: Vorhin haben Sie kurz Ihren Werdegang angesprochen. Wie sieht der Weg bis zum Beruf „Geologe“ denn aus?

Hr. Praetorius: Geologie umfasst einen breiten Wissensbereich. Deshalb ist die Voraussetzung auch ein Abitur und danach das Geologie-Studium. Natürlich sollte man auch keine Scheu davor haben sich die Hände schmutzig zu machen. Zudem sollte man fähig sein, sich Wissen systematisch anzueignen und räumlich denken zu können.

Reporter: Was würden Sie uns als Praktikanten mit auf den Berufsweg geben?

Hr. Praetorius: Man sollte sich dabei auf jeden Fall Zeit lassen und sich mit den eigenen Stärken, Schwächen und dem Interesse auseinandersetzten. Auch die Frage, „Kann ich mir vorstellen, den Beruf über längere Zeit auszuüben?“ spielt hier eine wichtige Rolle, da es von großer Bedeutung ist, mit Spaß und Motivation an einen Beruf heranzugehen.

Innerhalb dieser Woche konnten wir vieles lernen und haben auch sehr viele Erfahrungen gesammelt. Dieses Praktikum bei der Herrenknecht AG wird uns allen gut in Erinnerung bleiben. Wer weiß, vielleicht wird der eine oder andere von uns in einigen Jahren bei der Herrenknecht AG arbeiten.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich für diese aufregende Woche bei der Herrenknecht AG bedanken.

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