48. Münchner Sicherheitskonferenz – Ist die Welt sicherer geworden?

48. Münchner Sicherheitskonferenz –  Ist die Welt sicherer geworden?

Schon zum 48. Mal fand die Münchner Sicherheitskonferenz  vom 03.02 – 05.02.2012 im Hotel Bayerischer Hof in München statt.
Eine private Veranstaltung, unterstützt vom Staat, unter anderem auch von unseren Steuergeldern.

Wurden wir gefragt, ob wir schon wieder eine Sicherheitskonferenz haben wollen?

Rund 350 namhafte Teilnehmer aus aller Welt, wie zum Beispiel NATO-Generalsekretär Anders Rasmussen und Weltbank-Präsident Robert Zoellick, haben über das Wochenende in München die Möglichkeit gehabt, intensive Diskussionen über aktuelle und zukünftige sicherheitspolitische Themen zu führen.

Nicht zuletzt sind die „hochrangigen Teilnehmer“ ein Grund dafür, warum sich die Münchner Sicherheitskonferenz überhaupt in den letzten Jahrzenten zur weltweit wichtigsten Konferenz der Sicherheitspolitik entwickelte. Ein offizielles Papier wird in München nicht verfasst: keine Beschlüsse, kein Abschlusskommuniqué. Aber ist es nicht das Mindeste, was die Konferenz der Bevölkerung zurückgeben könnte? Oder ist das alles nur ein Wochenendtrip für die Elite?

„Unser Ziel ist es, das erreichte hohe internationale Niveau zu halten und diesen Ruf weiter auszubauen.“, so steht es auf der Homepage der Veranstaltung.

Nebenbei waren 3.100 Einsatzkräfte der Polizei an diesem Wochenende im Dienst, um eine sichere Sicherheitskonferenz überhaupt möglich zu machen.
Neben eigenen Kräften des Polizeipräsidiums München und  Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei, kamen auch mehrere Hunderte aus anderen Bundesländern.
Aber warum werden im friedlichen München so viele Polizisten benötigt?
Unter anderem, weil an diesem Wochenende zahlreiche Gegenveranstaltungen, Demonstrationen und Protestkundgebung stattfanden. Es wurden bis zu 5000 Demonstranten erwartet. Sie alle wollen, dass sich die Politik mal zur Abwechslung mit den wesentlichen Themen der Welt beschäftigen sollte.

Die Demonstranten sind gegen Kriegsgeschäfte und militärische Machtpolitik und sind für die Beendigung aller Waffenexporte. Sie sind für den Austritt Deutschlands aus der NATO und für die Auflösung der NATO. Außerdem forderten sie, dass die Beteiligung Deutschlands an EU- und anderen Militärstrukturen beendet wird.
Das ist eine Richtung, in der Sicherheit praktisch umgesetzt werden könnte.
Wie sagte Goethe einst: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich endlich Taten sehen! Indes ihr Komplimente wechselt, kann etwas Nützliches geschehen.“

Fotos:

Hillary R. Clinton, Secretary of State, USA. Photograph by Sebastian Zwez
Mario Monti (le), Ministerpräsident, Italien und Dr. Josef Ackermann (ri), Chairman of the Management Borad and the Group Executive Committee, Deutsche Bank AG, Germany. Photograph by Sebastian Zwez

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