Eine 15-Jährige zwischen den Promis der Politik

Ich stehe vor dem Deutsche Bank Forum im Herzen von Berlin. Mit großen Augen schaue ich mir beeindruckt die großen Schilder an, worauf „Roland Berger Stiftung – Preis für Menschenwürde“ steht. Es ist der 22. November. Heute findet nach langem Warten die Preisverleihung des Roland Berger Preises für Menschenwürde statt.


Über die edlen Drehtüren betrete ich die große, feierlich geschmückte Eingangshalle. Was ich zu Gesicht bekomme ist, dass sich dort viele gutgekleidete Leute befinden. Um sie herum zahlreiche Kellnerinnen, die ihnen ständig etwas zu Essen oder Trinken anbieten.
Wir, die anderen Stipendiaten und ich, melden uns beim Gästecounter an und begeben uns in den großen Saal, in der die Preisverleihung stattfinden soll.

Als ich die Nachricht erhielt, dass ich bei der Preisverleihung des Roland Berger Preises für Menschenwürde als Pressemitglied live dabei sein werden dürfte, fühlte ich mich sehr geehrt und freute mich schon auf diesen Tag.

Jetzt schaue ich mich im Saal um. Viele Fotografen, Kamerateams, Journalisten und Gäste halten sich dort auf. Wir werden gefragt, ob sie uns fotografieren dürfen.
Die Fotos sind im Kasten und ich setzte mich auf den Stuhl links neben der Tribüne, worauf sich ein Schild mit meinem Namen darauf abgedruckt befindet.
Die Moderatorin Nina Ruge eröffnet die Show. Da ich davor bereits bei der Pressekonferenz dabei war, kenne ich schon alle Informationen, die sie uns über den Preis und die Preisträger mitteilt.

Ich beobachte das Publikum. Zum Teil sitzen dort die Promis der Politik, wie zum Beispiel Joschka Fischer oder Christian Wulff. Es ist schon sehr komisch für mich, sie live vor mir zu erleben, da ich sie bis jetzt nur im Fernsehen oder auf der Kinoleinwand gesehen hatte. Christian Wulff übernimmt das Wort. Er steht hinter dem Podium. Ich sehe ihn von der Seite und merke, dass er mit den Beinen hin- und her wackelt. Das Publikum scheint dies aber nicht zu bemerken. Da wird mir eindeutig klar, warum bei den Reden der Politiker meist ein Podium verwendet wird. 

Joschka Fischer hält auch eine Rede. Er wendet aber fast gar nicht den Blick von seinen Notizen ab. Das bringt mich zur Erkenntnis, dass man als Politiker nicht wirklich Zeit hat, eine Rede einzuüben. Weitere Programmpunkte des Abends sind zum einen das erste Menschenwürdeforum mit einer Podiumsdiskussion und die Übergabe der Preise an die Gewinner.

Da einer der Preisträger nicht kommen kann, findet auch noch eine live Skype-Übertragung mit ihm, Mazen Dawish, statt. Dass dies klappt überrascht mich sehr. Zwar gibt es ein paar Probleme, aber über sie kann man hinweg sehen.

Die Preisverleihung ist zu Ende und es findet eine Art Aftershow-Fete statt, auf der jeder sich unterhält, isst oder Herrn Roland Berger zum Geburtstag gratuliert. Der Abend neigt sich dem Ende zu. Es ist für mich schon eine Erfahrung, bei so einer Preisverleihung dabei zu sein. Ich kannte bisher so etwas nur aus den Nachrichten. Ich denke schon, dass ich darauf sehr stolz sein kann, da ich dies mit jungen Jahren erleben darf. Welche 15-Jährigen können denn von sich behaupten, dass sie bei solch einer Veranstaltung dabei gewesen sind?

Es ist alles noch sehr neu für mich und es gibt sehr viel zu Entdecken. An diesen Abend werde ich mich sicherlich sehr gerne zurück erinnern.

Text: Mine Aktas

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