Interview mit dem Komponisten Johannes Wulff-Woesten

Reporter: Wie sind Sie zu dem Beruf Komponist gekommen?

Wulff-Woesten: Ich habe schon als Kind mit dem Komponieren begonnen. Zuerst spielte ich Geige und später habe ich Klavier gelernt. Für Kinder in einem Kinderchor habe ich einige Stücke geschrieben, da mich die Kantorin des Chors darum bat. Später habe ich mich auf das Klavierspielen konzentriert und ich habe an der Musikhochschule in Weimar Komposition, Dirigieren und Klavier studiert.

Reporter: Wie schafft man es, neue Stücke zu kreieren?

Wulff-Woesten: Am Anfang braucht man eine Idee und ein Thema, mit dem man etwas ausdrücken möchte. Man muss sich überlegen, mit welchen musikalischen Mitteln man ein Stück gestaltet. Mir wurde bei eurem Stück das Buch „Die Konferenz der Tiere“ vorgegeben und mir wurde gesagt, dass ich etwas Musicalähnliches für euch schreiben sollte. Ich wollte mich nicht genau an ein Musical festklammern, also habe ich die Stile Slapstick und Filmmusik gewählt und somit etwas leicht Musicalähnliches komponiert.

Reporter: Was hat Sie dazu inspiriert, dieses Musical zu komponieren?

Wulff-Woesten: Mich inspirierte unter anderem die Grundidee des Stückes und die politische Botschaft, die Welt zu retten. Außerdem gibt es in dem Stück viele Charaktere, die man inszenieren kann.

Reporter: Arbeiten Sie oft mit Kindern zusammen?

Wulff-Woesten: Leider nicht. In der Semperoper arbeite ich mehr mit Profisängern und manchmal auch mit Studenten.

Reporter: Haben Sie schon einmal ein vergleichbares Projekt gemacht?

Wulff-Woesten: Nein, aber als Kind habe ich für einen Chor ähnliche Stücke komponiert.

Reporter: Wie lange dauert es, so ein Musical zu komponieren?

Wulff-Woesten: Ich habe für beide Teile des Musicals jeweils ein Vierteljahr gebraucht. Da ich noch die Instrumentation hinzufügen musste, hat es insgesamt ein Jahr gedauert.

Reporter: Worin unterscheiden sich Kindermusicals von „normalen“ Musicals?

Wulff-Woesten: Meistens unterscheiden sich diese beiden Arten nicht sehr von einander. Jedoch sind Kindermusicals ursprünglicher, natürlicher, farbiger und abwechslungsreicher. Außerdem gibt es in eurem Stück sehr viele Chöre, wohingegen es in „normalen“ Musicals und Opern nur einen Chor gibt. Bei Kindern muss man beim Komponieren zudem mehr auf die Stimmlagen achten.

Reporter: Sind Sie jetzt eigentlich schon fertig mit dem Komponieren?

Wulff-Woesten: Ich bin fast fertig, nur die Instrumentation muss noch hinzugefügt werden.


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