„Ich will etwas vermitteln!“

Ein Teil der ausdrucksstarken Frankfurter Skyline

Journalismus ist für viele Menschen eine großartige Art sich auszudrücken. Oder auch nur eine Gelegenheit, die eigene Meinung in die Welt zu schreien. Darf ja jeder so machen und sagen, was er denkt und was einen beschäftigt. Wir befinden uns in Frankfurt am Main, im 21. Stock des Opern Turms, dem Büro der Roland Berger Stiftung. Herrliche Sicht über die Stadt bei strahlendem Sonnenschein. Fast zu schön, um mit  Maxi (!) über Journalismus zu reden. Doch dann erzählt die fünfzehnjährige Zeitungs-Redakteurin der Jugendseite „Scenario“, die hier Stipendiatin im Programm „Fit für Verantwortung“ ist, Erstaunliches. Etwa, wie man in so jung schon in den Beruf Journalist findet. Da mussten wir einfach  nachfragen…

Redaktion: Was ist Scenario?

Scenario ist die Jugendseite des Medienhaus Bauer. Das Medienhaus Bauer hat sechs Tageszeitungen in sechs Städten im Ruhrgebiet und die Jugendseite erscheint täglich auf der letzten Seite, also von Montag bis Samstag. Scenario kommt nur von Jugendredakteuren und einer Redaktion, die das Layout macht und alles zusammenstellt. Das sind dann alles erfahrene Redakteure, aber größtenteils ist es von Jugendlichen für Jugendliche.

Redaktion: Wie hat sich diese Jugendseite entwickelt?

Scenario war früher ein Kulturblatt, in dem Termine für Theater und anderes standen, welches der Zeitung immer beigelegt wurde.Aber weil die Lesergruppe hauptsächlich aus Jugendlichen bestand, hat sich daraus dann eine Jugendseite entwickelt.

Redaktion: Was gefällt dir an „Scenario“?

Mir gefällt, dass wir nur über das schreiben, worauf wir Lust haben. Außerdem können wir umgangssprachlich schreiben. Das gefällt mir, weil ich dann einen lockeren Schreibstil habe, den jeder versteht. Ich will etwas vermitteln, und das kann ich am besten mit Scenario.

Redaktion: Wie bist du Redakteurin geworden?

Wir hatten in der Schule ein Zeitungsprojekt und haben sechs Wochen lang die Tageszeitung abonniert. So bin ich auf diese Seite gekommen, habe dort auf der Homepage meinen ersten Text verfasst. Das hat denen von der Zeitung gut gefallen, und so haben sie mich gefragt, ob ich regelmäßig Texte veröffentlichen will. Ich dachte mir, natürlich, und so schreibe ich schon seit zwei Jahren.

Redaktion: Wird das nicht irgendwann langweilig?

Das wird eigentlich nie langweilig, da immer irgendwelche Themen in deine Hand fallen. Du hast immer etwas, worüber du schreiben kannst, und wenn mal nicht, dann kannst du immer noch Fotos machen, die auch veröffentlicht werden. Es ist ein schönes Gefühl, wenn ein Text von einem veröffentlicht wird.

Redaktion: Worüber schreibst du am liebsten?

Ich schreibe größtenteils Buch- und Filmrezensionen, aber auch Reiseberichte (z.B. über Klassenfahrten)

Redaktion: Möchtest du später Journalistin werden?

Ja, das würde ich gerne. Ich habe mir auch vorgenommen, Journalismus zu studieren. Ich weiß aber noch nicht, wie mein Weg verlaufen wird, da ich die Fotografie auch sehr liebe. Vielleicht werde ich beides verbinden.

Redaktion: Wie viel Zeit investierst du für diese Hobbys?

Eigentlich sehr viel. Wenn ich mal besonders in Schulstress bin, dann schreibe ich in der Woche einen Text, ansonsten je nach Belieben und Einfällen.

Redaktion: Unterstützen dich deine Eltern und wie reagieren sie darauf, dass dein Name und ein Foto von dir regelmäßig in der Zeitung erscheinen?

Meine Eltern sind immer stolz auf mich.

Redaktion: Und was sagen deine Freunde?

Meine Freunde auch. Sie lesen regelmäßig meine Artikel und sagen mir immer wie sie meinen Artikel fanden und kritisieren mich auch. Die Kritik nehme ich immer auf und versuche sie gut umzusetzen.

Redaktion: In wieweit werden deine Texte von älteren Redakteuren korrigiert?

Meine Texte werden nur grammatisch und formal korrigiert. Wir genießen alle Freiheiten. Das gefällt mir richtig gut.

Redaktion: Welche Rolle spielt für dich die Roland Berger Stiftung, und was ist das eigentlich?

Die Roland Berger Stiftung gibt es seit 2008. Prof. Dr. Roland Berger hat die Stiftung gegründet mit einem Startkapital von 50 Mio. €. Er stiftet den Preis für Menschenwürde und die Schülerstipendien. Sie richten sich an begabte, leistungsstarke und engagierte Schüler/innen aus sozial benachteiligten Verhältnissen.
Ich bin stolz darauf Stipendiatin zu sein, weil ich hier viel lerne durch die Seminare und Menschen. Die Stiftung unterstützt mich in all meinen Handlungen und Ideen.

Redaktion: Was wünscht du dir für die Zukunft von Scenario?

Ich wünsche mir, dass „Scenario“ mehr an Popularität gewinnt. Da ich finde, dass es etwas Besonderes ist und jeder mitmachen kann. Wenn man Glück hat, werden die Texte auch gedruckt.

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